Domi am Sihlsee

Wir waren alle noch etwas schläfrig,
als wir um 0600 Uhr im Auto in Richtung Kanton Schwyz sassen. Ein
Telefonat mit dem ansässigen Fischereigeschäft vom gestrigen Abend
liess uns jedoch zuversichtlich sein. Der Wasserstand habe sich nach
längerer Regenzeit wieder normalisiert. Und auch die Fangstatistiken
der letzten Tage schienen nur Gutes zu verheissen.


In Willerzell angekommen machten wir
uns sogleich daran, unser Gepäck aufs Boot zu verladen, um möglichst
schnell auf den See zu gelangen. Wir haben uns darauf geeinigt, am
Morgen die Schilfkanten auf vier bis fünf Meter Wassertiefe
abzufischen. Dies machten wir mittels Schleppangeln. Hauptsächlich
tief laufende Wobbler der Marke Rappala kamen hierfür zum Einsatz.
Der starke Krautbewuchs im Uferberreich machte uns einen Strich durch
die Rechnung und wir entschieden uns kurzerhand das Schleppangeln
einzustellen und aufs Spinnfischen umzustellen. 

Krautfreie stellen liessen sich mit dem
Boot einfach erreichen und ich versuchte es mit einem Vertical Jig
auf Barsche. Ich musste nicht lange warten bis sich meine Rute
durchbog. Ein grosser Barsch schien den Köder genommen zu haben.
Einige Kurbelumdrehungen später stellte sich heraus, dass es ein
kleiner Hecht war, der den Köder attackiert hatte. Ich drillte ihn
vorsichtig, da meine monofile Schnur mit keinem Stahlvorfach versehen
war. Mit aggressivem Kopfschütteln verabschiedete sich der Hecht vom
Köder und zog davon.

"That's fishing" dachte ich warf
meinen Köder erneut aus und hoffte auf einen weiteren Biss.


Einige Stellenwechsel und unzähligen
Würfe später meldete sich mein Kollege mit einem Biss. Ein guter
Barsch mit 25cm erschien an der Oberfläche. Gefangen wurde der
Barsch mit einem unserer Perch Predator in der Farbe Rot.

Nur Minuten später hatte er einen
weiteren Biss. Diesmal auf einen Super Shad Rap der Marke Rappala.
Der kleine Hecht von etwa 50cm länge wurde schonend wieder
zurückgesetzt.


Die Mittagssonne zwang uns eine Pause
einzulegen. Gestärkt nahmen wir die zweite Hälfte des Tages in
Angriff. Die tief abfallenden Steinpackungen des Sees fischten wir
mit Kopytos ab und hofften auf einen Zander. Der Biss fiel jedoch
aus. Trotz scheinbar perfekten Bedingungen hatten wir bis zum Abend
keinen Fischkontakt mehr.


Es war ein schöner Tag am Sihlsee.
Obwohl die Fangausbeute besser hätte sein können, waren wir über
das schöne Wetter froh. Es war bestimmt nicht der letzte Ausflug an
den Sihlsee im Kanton Schwyz